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Sauerstoff ist nicht gleich Sauerstoff
Überdruckmedizin: Heilung durch Sauerstoff in der Druckkammer
Ohne Sauerstoff ist menschliches und tierisches Überleben nicht möglich. Der Körper benötigt Sauerstoff, auch zur Regeneration. Zur Regeneration dann, wenn körpereigene Zellen geschädigt sind, beispielsweise durch einen Hörsturz mit und ohne Tinnitus, durch eine nicht heilende Wunde, durch ein Knochenmarködemsyndrom oder nach Bestrahlungen.
Wie erhält der Körper zusätzlichen Sauerstoff?
Sauerstoff gibt es in Flaschen. Mit einer Maske kann er ohne Probleme eingeatmet werden. Dies reicht bei Erkrankungen des Herzens oder der Lunge. Eine Regeneration von Gewebe und Kapillaren oder von Sinneszellen ist allerdings nicht zu erwarten. Dafür sorgt der Sauerstoff nur unter Überdruck, in einer Therapie-Druckkammer also.
Welche Wirkungen hat Sauerstoff unter Überdruck?
Dr. Hellmuth Sümmerer, leitender Facharzt am Druckkammerzentrum Freiburg: „Eine Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Gewebe wird nur unter Überdruckbedingungen erreicht, also in der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO). In der HBO nimmt der Körper bis zum 20-fachen an Sauerstoff auf. Im Gewebe, zum Beispiel auch im Innenohr, wird eine Steigerung des Sauerstoffs um das 4- bis 5-fache erreicht. Durch den unter Überdruck eingeatmeten Sauerstoff bilden sich neue kleine Blutgefäße und regenerieren Körperzellen, die vom Sauerstoffmangel bedroht sind.“ Deshalb ist die Überdruckmedizin eine Therapieform mit Zukunft. Die Therapie kann auch dann noch mit Erfolg eingesetzt werden, wenn Standard-Behandlungen unbefriedigend verlaufen sind, so der Arzt.
Normobare Sauerstofftherapien ohne Regenerations-Effekt
Normobarer Sauerstoff, also nicht unter Druck eingeatmet, hat dieses Potential zur Regeneration von Zellen und Gewebe nicht. Die durchaus zu respektierenden Einsatzbereiche liegen beispielsweise in der Notfallversorgung, als Sofortmaßnahme nach einem Tauchzwischenfall oder bei Erkrankungen des Herzens oder der Lunge.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 04. Februar 2010
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