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Bei Hörstörungen wie Tinnitus und Hörsturz ist die HBO eine Ergänzung, aber auch Alternative zu Infusionen
Akute Innenohrerkrankungen wie ein einseitiger Hörverlust oder Tinnitus können jeden treffen. Oft gehen solche Beschwerden von alleine weg, darauf wetten sollte allerdings niemand. Geschieht dies innerhalb von zwei Tagen nicht, ist ein möglichst rascher Besuch des Hals-Nasen-Ohren-Arztes erforderlich, um die Ursachen festzustellen. Da es keine hundertprozentig wirksame Therapie gibt, führt eine Kombination der verschiedenen Therapiemöglichkeiten zum besten Erfolg. Möglichst rasch sollten Infusionen, eventuell durch Cortison verstärkt, angewendet werden. Wenn dann noch keine zufrieden stellende Verbesserung eingetreten ist, steht mit der hyperbaren Sauerstofftherapie, HBO, eine den Infusionen mindestens ebenbürtige, zusätzliche Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung. Falsch ist, nichts zu tun, weil keine der möglichen Therapie-Optionen absolut sicher in der Wirkung ist.
Internationale HNO-Experten sehen die HBO als Therapieoption. So ist die Wirksamkeit der HBO mittlerweile auch in internationalen HNO-Fachkreisen dokumentiert, wie unlängst in dem 2010 bei Springer erschienenen „European Manual of Medicine Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery“ der UEMS (Union Européenne de Médicins Spécialistes), das zum Ziel hat, das HNO-Fachgebiet und seine interdisziplinären Anteile innerhalb der EU zu harmonisieren. Als „obsolet“ stufen diese Experten dagegen die Behandlung mit normobarem, also nicht unter Überduck eingeatmetem Sauerstoff ein.
Wer bleibende Hörstörungen vermeiden will, um auch seine Arbeitsfähigkeit zu erhalten und kommunikativ zu bleiben, sollte auch vor eventuell anfallenden Kosten einer Infusions- oder HBO-Therapie nicht zurückschrecken. Die Fachärzte der ambulanten Druckkammerzentren prüfen die Hörstörungen sorgfältig. Bevor die Behandlung einsetzt, ist eine vorherige Anfrage bei den Kostenträgern Standard.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 21. März 2010
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