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i-health® - Tipps und Informationen bei Hörstörungen

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i-health® - Tipps und Informationen bei Hörstörungen
Tipps für den Heilungsprozess
Warnzeichen: Sieben Symptome für einen Hörsturz
Tipps gegen Tinnitus
Tinnitus – wie gehe ich damit um?
Weitere Informationen im Internet
Medizin und Forschung
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Sofortmaßnahmen bei Hörsturz, Tinnitus und Knalltrauma

Nachdem die gesetzlichen Krankenkassen durchblutungsfördernde Infusionen und ein absteigendes Kortisonschema ihren Versicherten vorenthalten, müssen sich Betroffene selbst mit dieser Behandlung beschäftigen:

1. Bietet mein behandelnder Arzt Infusionen an? Möglicherweise reichen nach Beurteilung des Arztes die Durchblutung fördernde Tabletten.
2. Wenn nicht, wo kann ich diese Leistungen bekommen?

Die Fachärzte im Druckkammerzentrum Freiburg sind gerne bereit, auf Wunsch eine Infusionstherapie durchzuführen.

 

Die Indikationen hierfür sind:

  • akuter Hörsturz mit oder ohne Tinnitus
  • akuter Tinnitus
  • akutes Knalltrauma

 

Die Kosten werden nach der Gebührenordnung Ärzte berechnet und liegen in vergleichbarem Rahmen (ca. 220,00 Euro); hinzu kommen die Kosten für Medikamente.

Wenn sich während der Anwendung zeigt, dass die Infusionen nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann die Therapie abgebrochen und ergänzend oder anschließend daran die hyperbare Sauerstofftherapie durchgeführt werden.

 


Vermeiden Sie Lärm: Lärm macht krank

Wichtig für den Heilungsprozess: Ruhe und positive Gedanken

  • Gehen Sie sofort zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt.
  • Je eher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser!
  • Lassen Sie sich nicht einreden, Infusionen (mit Cortison) seien Quatsch.
  • Infusionen mit Cortison können eine gute Hilfe sein: Je eher, desto besser.
  • Auch für das Ohr sind Vitamine eine gute Sache.
  • Täglich 2 – 3 Liter trinken: Wasser, dünner Tee, verdünnte Fruchtsäfte.
  • Vitamine unterstützen die Selbstheilungskräfte!
  • Warmes Fußbad am Abend – auch gut für das Ohr.
  • Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung sowie eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme verbessern die Fließeigenschaften des Blutes.

 

Wenn Sie das Gefühl haben, gestresst und gereizt zu sein …

  • Lernen Sie, auch mal NEIN zu sagen, wenn es auch um weitere Aufgaben am Arbeitsplatz geht.
  • Überlegen Sie jedoch vorher, wie Sie NEIN sagen: Vielleicht sagen zu zunächst einmal JEIN.
  • Ein klares NEIN empfiehlt sich weniger – zählen Sie stattdessen Ihre aktuellen Aufgaben auf.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Chef, was dringend ist.

 

Wo entsteht Stress?

  • Stress entsteht in Ihnen: Sie entscheiden, ob Sie sich gestresst fühlen.
  • Lohnt es sich überhaupt, sich gestresst zu fühlen?
  • Könnte Stress ein Zeichen der Überforderung sein?

 


Warnzeichen: Sieben Symptome für einen Hörsturz

  • Plötzlich ist man auf einem Ohr, seltener auf beiden, leicht schwerhörig bis vollständig taub.
  • Es kann ein dumpfes Druckgefühl im betroffenen Ohr auftreten. Viele Betroffene fühlen sich so, als hätten sie "Watte im Ohr".
  • Bestimmte Frequenzbereiche sind nicht mehr hörbar.
  • Ohrgeräusche (Tinnitus) in Form von hohen Pfeiftönen, Klingeln oder Summen in unterschiedlicher Stärke sind eine häufige Begleiterscheinung.
  • Fast jeder Dritte Hörsturz-Patient klagt über Schwindelgefühle.
  • Seltener tritt das so genannte Doppeltonhören auf. Hier wird derselbe Ton auf einem Ohr normal, auf dem erkrankten dagegen höher oder tiefer wahrgenommen.
  • Ein Hörsturz geht nicht mit Ohrenschmerzen einher. In diesem Fall muss es sich um eine andere Erkrankung handeln.

 


 

Klingeln im Ohr: Tipps gegen Tinnitus

 

  • Schnell zum Arzt gehen
    Je früher eine Behandlung bei Tinnitus einsetzt, umso besser.
  • Es gibt keine Wundertherapien
    Immer wieder tauchen Nachrichten von sensationellen Heilungserfolgen bei Tinnitus auf. Auch die Zahl der Therapien ist kaum überschaubar. Orientierung bietet die Krankenkasse. Therapien, die von der Krankenkasse bezahlt werden, gelten als geprüft.
  • Das Geräusch überdecken
    Therapien können das Geräusch nicht über Nacht abstellen. Linderung verschaffen spezielle Geräte, die das Geräusch überdecken, so genannte Rauschgeneratoren. Klein wie ein Hörgerät werden sie ins Ohr gesteckt und erzeugen einen speziellen Ton, den Tinnitusgeplagte als angenehm empfinden. Gegen Einschlafprobleme haben sich Zimmerspringbrunnen bewährt.
  • Absolute Stille meiden
    Tinnitus wird vor allem in absoluter Stille als störend empfunden. Betroffene sollten diese ebenso meiden wie starken Lärm. Geräusche aus der Natur werden oft als angenehm empfunden und entspannen zugleich. Ein Spaziergang in der Natur kann da schon helfen.
  • Stress meiden
    Eine Hauptursache für Tinnitus ist Stress. Betroffene sollten also einen Gang zurückschalten. Auch ein Training zur Stressbewältigung kann helfen.
  • Kontakt zu anderen Betroffenen suchen
    Tinnitus macht vielen Betroffenen Angst. Viele glauben, das Geräusch könnte sich verstärken oder man wird irgendwann taub. Dem ist nicht so, oft geht der Tinnitus von selbst wieder weg. Der Kontakt zu anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen nimmt die Angst vor dem Symptom. Dort lernen Betroffene auch, das Ohrgeräusch zu akzeptieren.

 


Tinnitus – wie gehe ich damit um?

 

Wie äußert sich Tinnitus?

Durch verschiedenartigste Töne: Rauschen, Pfeifen, Sirren, Brummen, Klopfen – und zwar zusätzlich zum normalen Ton, den man hört. Ist Tinnitus eine Krankheit? Nein. Bei Messungen in einem schallisolierten Raum gaben einmal von 100 hörgesunden Menschen 93 Prozent nach fünf Minuten an, einen Tinnitus zu haben. Tinnitus ist eher ein Syndrom.

Wie kommt Tinnitus zustande?

Die Forschung ist sich hier sehr unsicher, weil er eben oft ohne erkennbare Haupterkrankung auftritt. Wenn er sich in Zusammenhang mit einem Hörsturz meldet, repräsentiert der Tinnitus nicht selten die Frequenz, die verloren gegangen ist – gleichsam als Phantomschmerz des Gehirns. Beim Morbus Menière oder bei anderen Erkrankungen etwa im Mittel- oder Innenohr kann er ein Begleitsymptom sein. Nicht selten tritt Tinnitus auch als Stresssymptom auf. Dass der Tinnitus nicht unbedingt ein Hörproblem ist, sieht man darin, dass beim Betroffenen der Tinnitus weiter bestehen kann, auch wenn der Hörnerv durchtrennt wurde.

Wie kann man sich des Tinnitus erwehren?

Viele Menschen, die unter einem Tinnitus leiden, neigen dazu, ihn zu kriminalisieren. Von Ärzten wird er oft als "psychosomatischer" Faktor eingestuft. Es ist medizinisch schwer zu unterscheiden, ob der Tinnitus depressive Verstimmungen auslöst oder ob andersherum Depressivität die ideale Basis für einen Tinnitus ist. In jedem Fall verschwindet Tinnitus oft wieder, und wer länger mit ihm zu tun hat, kann irgendwann gut mit ihm umgehen. Und wenn nicht? Dann empfiehlt es sich, den Tinnitus zu überdecken; leise Musik wird allgemein hoch eingestuft. Musiktherapie gilt ohnedies als hilfreich, ebenso ein psychotherapeutisches Coaching und die Tinnitus-Retraining-Therapie. Immer wieder wird auch die hyperbare Sauerstofftherapie als gute Wahl genannt; allerdings müssen sie Kassenpatienten selbst bezahlen. Die Wirksamkeit von Infusionstherapien ist wissenschaftlich ebenso wenig gesichert wie die von Gingko-Präparaten. Allerdings verlässt sich mancher Arzt lieber auf Empirie als auf Evidenz. Indes profitieren Patienten oft gerade von der Erwartungshaltung, die sie an eine Behandlung richten – das gilt auch bei Tinnitus. w.g.
Quelle: Rheinische Post

 


 

Weitere Informationen im Internet

 


 

Medizin und Forschung

 

Leitlinien der Dt. Ges. f. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie zu Hörsturz

 

Internationale HNO-Experten sehen die HBO bei Hörstörungen als Therapieoption:

So ist die Wirksamkeit der HBO mittlerweile auch in internationalen HNO-Fachkreisen dokumentiert, wie in dem 2010 bei Springer erschienenen „European Manual of Medicine Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery“ der UEMS (Union Européenne de Médicins Spécialistes), das zum Ziel hat, das HNO-Fachgebiet und seine interdisziplinären Anteile innerhalb der EU zu harmonisieren. Als „obsolet“ stufen diese Experten dagegen die Behandlung mit normobarem, also nicht unter Überduck eingeatmetem Sauerstoff ein.