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Tel: +49 (0)761 38 20 18

24h-Hotline für Notfälle: +49 (0) 170/20 26 111

 

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Patienten-Info zur HBO-Therapie

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Gebrauchsinformation zur hyperbaren Sauerstofftherapie

 

Liebe Patientin, lieber Patient!

Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) beachten sollen. Außerdem sind die verschiedenen Therapie-Regimes oder Therapie-Anwendungsgrundsätze erläutert. Therapie-Varianten hängen grundsätzlich von der jeweiligen Grunderkrankung ab. Wenden Sie sich bei Fragen an den Dienst habenden Arzt im Druckkammerzentrum.

 

24-Stunden-Hotline eines Facharztes

Wir möchten, dass Sie einen in der Hyperbarmedizin und Tauchmedizin kompetenten Facharzt rund um die Uhr erreichen können.
Damit steht Ihnen ein Facharzt bei dringenden Fragen wie folgt zur Verfügung:
I. Während der Dienstzeiten von 8 – 16 Uhr (Mo–Fr) und Samstags von 10 – 13 Uhr:
Telefon: (07 61) 38 20 18
II. Außerhalb der Dienstzeiten: (0170) 20 26 111

 

Anwendungsgebiete

  • Akute und subakute Innenohrerkrankungen (Hörsturz mit und ohne Tinnitus, Schalltrauma, Tinnitus, Morbus Menière)
  • Bestrahlungs-Spätfolgen
  • Blasenerkrankung
  • Chronische Wunden
  • Knochenerkrankungen
  • Implantate
  • Transplantate
  • Traumatische Erkrankungen
  • Knochen
  • Weichteilgewebe, Blase, Strahlenzystitis, Interstitielle Zystitis

z. B. diabetisches Fußsyndrom, arterielle Verschlusskrankheit, Osteitis, chronische Osteomyelitis, aseptische Knochennekrose, z. B. Morbus Ahlbäck, Hüftkopfnekrose prophylaktisch vor dem Einsetzen osteointegrierter Implantate nach Strahlentherapie, kritische Lappenplastik oder kritisches Transplantat, Crush-Verletzung, traumatische Ischämie, Kontusion, Sportverletzung, Blutungsanämie.

 

Klassische Behandlungsbereiche

  • Dekompressionskrankheit (Caissonkrankheit/Tauchunfall)
  • Gasbrand-Infektion, andere nekrotisierende Weichteilinfektionen
  • Gasembolie
  • Kohlenmonoxid-Intoxikation
  • Sonstige / Weiterentwicklung
  • rezidivierendes kindliches Neuroblastom (Stadium IV) in Kombination mit Jod131-MIBG
  • chronische Lymearthritis bzw. Borreliose
  • Migräne, Clusterkopfschmerz
  • Schlaganfall / Rehabilitation

 

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Grundsätzlich wird unter der Sauerstoffmaske 100 % reiner Sauerstoff geatmet. Für die Erreichung des gewünschten Behandlungszieles sind meist mehrere Behandlungen erforderlich. Die Anzahl der Anwendungen richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung und wird vom Arzt im Druckkammerzentrum festgelegt, z. B.:

  • Migräne (10 Behandlungen)
  • Innenohrfunktionsstörungen (10 – 15 Behandlungen)
  • Chronische Wunden und andere Indikationen 20 – 30 Behandlungen
  • Gasembolie 5 Behandlungen

Die Anzahl der Behandlungen wird vom Arzt im Druckkammerzentrum festgelegt, gegebenenfalls in Abstimmung mit den außerdem behandelnden Ärzten und unter Berücksichtigung der Interessen des Patienten.
Eine Unterbrechung der Behandlung sollte mit dem diensthabenden Arzt besprochen werden; je nach Grunderkrankung ist eine möglichst durchgehende Behandlung zur Erreichung des bestmöglichen Behandlungsergebnisses sinnvoll. Die Behandlung kann grundsätzlich jederzeit beendet werden, ohne dass negative Folgen zu befürchten sind.

 

Drucktauglichkeitsuntersuchung vor Beginn der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung ist eine eingehende Untersuchung erforderlich, die neben einer körperlichen Untersuchung aus einem EKG, einer Lungenfunktion, einem Tympanogramm und ohrmikroskopischen Untersuchungen besteht. Zum Ausschluss oder Nachweis möglicher Emphysembullae ist ein Röntgenbild der Lunge in ein- oder zwei Ebenen, nach Anordnung des Arztes, erforderlich.