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Patienten-Info zur HBO-Therapie - Gegenanzeigen und Sicherheit
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Gegenanzeigen
Bei Notfallbehandlung: keine
Bei nicht notfallmäßiger (elektiver) Behandlung: Akute cerebrale Anfallerkrankung, akute virale Infektion, bullöses Lungenemphysem, hereditäre Sphärozytose (Kugelzellanämie), hohes Fieber, Optikusneuritis, psychiatrische Erkrankung, Schwangerschaft, schwere chronische Lungenobstruktion oder Zustand nach Eingriffen am Ohr mit dem Verlust der Fähigkeit, einen Druckausgleich am Ohr herbeizuführen. Infektion des oberen Inspirationstraktes, Zustand nach thorakaler chirurgischer Intervention (relativ).
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Vor der Behandlung: Im Falle von Druckausgleichsstörungen (z. B. Schnupfen, Erkältungskrankheiten, Nebenhöhlenbeschwerden, Grippe) bitte vor Beginn der Behandlung den diensthabenden Arzt informieren.
Nach der Behandlung: Wir empfehlen, nach der Behandlung noch 15 – 30 Minuten im Wartebereich zu verbleiben. Falls Müdigkeit besteht, sollte kein Fahrzeug geführt werden.
Sicherheit in der Druckkammer
Folgende Gegenstände dürfen nicht in die Druckkammer mitgebracht werden: Druckempfindliche Gegenstände, z. B. Lippenstifte, Uhren, Kugelschreiber, Gegenstände mit Hohlraum (Hohlräumen). Feuergefährliche Gegenstände, z. B. Tabakwaren, Streichhölzer, Gasflaschen, Handwärmer, Feuerzeuge, Schlüsselbund, Schmuck. Elektronische Geräte, z. B. Handy, Computer, elektronische Spiele, Walkmann, Auto-Fernbedienung Papiererzeugnisse und Zeitungen bitte auf ein Minimum begrenzen.
Bekleidung und Körperpflege: Empfohlen wird Bekleidung aus Baumwolle; nicht empfohlen werden synthetische Fasern, Kombinationen von Stoffen mit statischer Entladung. Auf Haarspray sowie Öle und Fette im Gesicht sollte verzichtet werden.
Wechselwirkungen
Hyperbarer Sauerstoff kann die Wirkung einer begleitend durchgeführten Antibiotika-Behandlung, einer Bestrahlungsbehandlung oder einer Chemotherapie verstärken. Umfang und Fortsetzung dieser Behandlungen sind daher vor Beginn der HBO zwischen den beteiligten Ärzten festzulegen. Herausnehmbare Hilfsmittel (z. B. Kontaktlinsen, Glasauge, Hörgerät) müssen vorher entfernt werden oder können nur mit Zustimmung des diensthabenden Arztes bei der Behandlung getragen werden. Nicht herausnehmbare Implantate (z. B. Herzschrittmacher, Medikamentenpumpen) bedürfen in aller Regel einer vorherigen besonderen Überprüfung. Brust- oder Hodenprothesen sollten dem diensthabenden Arzt berichtet werden.
Der Genuss von Alkohol vor der Behandlung steigert die Möglichkeit neurologischer Komplikationen und ist daher zu unterlassen.
Vor Beginn der Behandlung sollte zumindest eine leichte Mahlzeit eingenommen worden sein.
Der Genuss größerer Mengen koffeinhaltiger oder anderer dehydrierender Getränke vor der Therapie ist nicht sinnvoll.
Nebenwirkungen
Die meisten der nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen und Komplikationen lassen sich vermeiden, wenn die Angaben zu Vorerkrankungen vollständig sind und die Verhaltenshinweise (z.B. zum Druckausgleich) gewissenhaft befolgt werden. Patienten mit erhöhten Risiken können von der Behandlung ausgeschlossen werden.
Manche Patienten empfinden die Behandlung als anstrengend und fühlen sich nach der Behandlung müde oder abgeschlagen; andererseits sind gesteigerte Leistungsfähigkeit und Vitalität gleichfalls möglich. Durch Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr kann ein Gefühl entstehen, als ob ein Kissen auf den Ohren läge. Dieses Gefühl verschwindet meistens kurz nach Verlassen der Druckkammer oder kann mit Nasentropfen/-spray behandelt werden.
Gelingt der Druckausgleich ausnahmsweise nicht, können geschlossene luftgefüllte Körperhohlräume sowie das umgebende Gewebe durch die Druckänderungen geschädigt werden. So kann sich z. B. das Trommelfell bei der Drucksteigerung stark einwärts wölben, ggf. sogar einreißen (Barotrauma). Es können Schmerzen in den Stirnhöhlen oder anderen Nasennebenhöhlen entstehen. Lungendruckverletzung (äußerst geringes Risiko eines Lungenrisses, Lungenfibrose). Reversible Sauerstoffüberempfindlichkeit des Gehirns (Sauerstoffkrampf, Taubheitsgefühl in den Fingern oder im Gesicht, Seh- oder Hörstörung). Vorübergehende Verschlechterung des Sehvermögens (z. B. bei Kurzsichtigkeit), vorübergehende Besserung des Sehvermögens (z. B. bei Weitsichtigkeit).
Beginnende Schmerzen oder andere Anzeichen von Unwohlsein sind dem Personal (Arzt, Ärztin, Druckkammerbediener/in, Druckkammerassistent/in) sofort zu melden, um weitergehende Komplikationen zu vermeiden.
Bei Patienten mit akuter oder chronischer Bronchitis, Asthma oder Lungenblähung (Emphysem) ist das Risiko einer Lungenkomplikation deutlich erhöht.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 09. März 2010
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