Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

 

Tel: +49 (0)761 38 20 18

24h-Hotline für Notfälle: +49 (0) 170/20 26 111

 

info@hbo-freiburg.de
Ihre persönliche Anfrage an einen Facharzt stellen Sie hier >

 

Wir sind für Sie da:
Mo-Fr: 8:00-16:00 Uhr
Sa: 8:00-12:00 Uhr

Retinitis pigmentosa

DruckenE-Mail

Hyperbare Sauerstofftherapie HBO bei Retinitis pigmentosa: Eine Chance

 

Bericht von Dr. Hellmuth Sümmerer über die erfolgreiche Behandlung eines fast schon erblindeten Patienten (Freiburg, Mai/Juni 2010)

 

Drohende Erblindung: das Internet als Informationsmedium besonders hilfreich

Ein 54jähriger Serbe lebt im Großraum Paris. Die Exilgruppe chattet miteinander und dieser Mann offenbart in diesem Kreis, dass er schlechter und schlechter sieht und bald blind wird. Man rät ihm, nach Zürich zu einer Augenärztin zu fahren und sich dort beraten zu lassen. Diese schließlich empfiehlt ihm die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) im Druckkammerzentrum Freiburg.
Das Radio SRNA-BOSANKA berichtet darüber und startet eine Sammelaktion.

 

Wissenschaftlich gesicherte Grundlage: HBO bei Retinitis pigmentosa

Auf meine Recherche hin fand ich eine ausführliche 1b-Studie: „Slowing the degenerative process, long lasting effect of hyperbaric oxygen therapy in retinitis pigmentosa“ von Vingolo, Rocco, Grenga, Salvatore und Pelaia aus 2008 (Graefes Arch Clin Exp Ophtalmol, 2008; 246:93-98).

 

Ursprüngliches Behandlungsziel: Erblindung verlangsamen

Auf Basis dieser Studie beschrieb ich dem Patienten das Behandlungsziel der HBO in seinem Fall als eine Chance, den Prozess der Erblindung zu verlangsamen.

 

Behandlungsziel weit übertroffen: Patient kann nach HBO deutlich besser sehen

Der Patient selbst ließ sich nicht beirren und beharrte auf der Durchführung der HBO. Nach 20 Behandlungen verbesserte sich seine Sehfähigkeit deutlich. Er konnte statt nur hell-dunkel Unterschiede und Umrisse wieder Personen und Gegenstände erkennen und musste sich nicht mehr von seiner Frau führen lassen. Das Ehepaar ist glücklich über die erreichte Verbesserung. Die drohende Erblindung konnte nicht nur verhindert, sondern darüber hinaus die Sehfähigkeit deutlich verbessert werden.

Nach seiner Rückkehr nach Paris vermochte der Patient erstmals nach drei Jahren alleine zum Einkaufen zu gehen. Er besuchte einen Supermarkt in etwa 500 Meter Entfernung zu seinem Wohnsitz und tätigte dort selbstständig seine Einkäufe. Hierbei handelt es sich nicht um einen Außenbereich von Paris, sondern um eine belebte Einkaufsstraße. Als einziges Problem nannte er, dass er auf die vielen Kinder aufpassen musste. Diese sind so klein, dass er sie aus dem unteren Sichtbereich verliert.

 

Kontrollbefund des Augenarztes in Frankreich folgt

Es ist anzunehmen, dass die Kontrollbefunde des behandelnden Augenarztes aus Paris das gute therapeutische Ergebnis bestätigen werden.

 

Weitere Informationen: Studie downloaden (PDF,englisch)